Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn die passende Wahl hängt vor allem von Spannweite, Dachlast, statischer Planung und der gewünschten Optik ab.
Konstruktionsvollholz (KVH) ist festigkeitssortiertes und technisch getrocknetes Vollholz, das je nach Ausführung auch keilgezinkt sein kann. Durch die kontrollierte Trocknung ist es maßhaltiger und neigt weniger zu Verzug und Rissbildung als herkömmliches Bauholz. KVH eignet sich für viele Carport-Bauteile, etwa Sparren, Riegel, kleinere Pfetten und — bei passender Bemessung — auch Pfosten.
Brettschichtholz (BSH), auch Leimbinder genannt, besteht aus mehreren faserparallel verklebten, festigkeitssortierten Holzlamellen. Der mehrschichtige Aufbau sorgt für eine besonders hohe Formstabilität, definierte Festigkeitseigenschaften und ein vergleichsweise rissarmes Erscheinungsbild. BSH ist deshalb vor allem für weit gespannte Pfetten, stark belastete Hauptträger, auskragende Dachbereiche und sichtbare Konstruktionen mit hohen optischen Ansprüchen interessant.
Die aufwendigere Herstellung und die konstruktiven Vorteile von BSH schlagen sich in der Regel auch in einem höheren Preis nieder. Deshalb kann für viele Carports eine Kombination sinnvoll sein: KVH kann für Sparren, Riegel und Nebenbauteile eine wirtschaftliche Wahl sein, während BSH bei langen oder stark beanspruchten Hauptträgern seine Vorteile ausspielt. Unabhängig vom Material sind jedoch eine statisch passende Dimensionierung und ein konsequenter konstruktiver Holzschutz entscheidend.
Weiterhin empfiehlt sich die Nutzung von Holzschutzfarben oder -lasuren, welche speziell für die Anforderungen bei Holz im Außenbereich entwickelt wurden.